orcht her, ich sag´s euch , weil es is´ wohr,die Ella werd heit 50 Johr. In Karlsbad is´ kumma auf die Welt, heit lebt´s in Alterlang, im Erlenfeld. Der Kriech is´ Schuld, daß sie aufg´wachsen im Frankenland, des is´ ja schließli´ a ka Schand. Des Schicksal nahm so seinen Lauf, die Ella lernt den Schuhverkauf. Die Zeit wor reif, sie wor ka Dumma, drum hot´s als Mo , den Werner g´numma. Sie ham sich g´mecht, des wor ganz klor, drum wor dann bald die Erika do. Und weil die Lieb am Anfang is´ am größten, drum wollt´s des glei´ numol test´n. Ihr derft´s scho´ glam, des is´ scho wohr, af a mol wor die Birgit do. Do sogt die Ella zu ihr´n Mo, etz brauch mer Platz, etz bau mer o´. Des wor net einfach und net billich, doch ihri Helfer - die wor´n willich. Ruck-zuck, viel Händ und viel Fleiß und ganz sche´ g´flossen is´ der Schweiß. Die Zeit vergeht, die Kinder wern groß, wir wern älter, des is´ halt unser Los. Mit -50- is´ mer ober noni alt, do hot mer scho nu a bisserl Zeit. Die Ella is´ nu ganz sche fit, ihr Werner macht natürli mit, wenn si gibt , die Gelegenheit- zum Verreisen - jederzeit. Viel Ärbert hot´s des ganza Johr, do schaut ner mol ihr´n Gart´n o. Mit Recht is´ sie dorauf recht stolz, im Haus is´ a alles tip-top, wos soll´s. Im Frauenkreis sieht mer sie recht gern, aktiv is´ sie a für die Ker´gn. (Kirche) Sie braucht halt immer wos zu tu´, doch in der Sauna, do kummt´s zur Ruh. Und wenn der Dokter sacht zu ihr, etz geh´ns zu Kur - ich bin dafür, do red´ die Ella net dageng, der Werner sacht bloß - meinetweng.- Es schien net immer die Sunna in ihr´n Lem, freilich hot´s a mol Sorg´n gem. Leid is´ wie der Reng, und der vergeht, Schmerz is´ wie der Sturm, wenn sich der Wind dann legt. Drum wünsch ich der Ella viel G´sundheit und Glück, und schau bloß auf´s Gute im Lem zurück. Do fällt mer grod des Sprichwort ei, des paßt so sche nu do zu rei. Mach es wie die Sonnenuhr, die zählt die heit´ren Stunden nur. |
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