Horcht her, ich sag´s euch , weil es is´ wohr,
die Ella werd heit 50 Johr.
In Karlsbad is´ kumma auf die Welt,
heit lebt´s in Alterlang, im Erlenfeld.
Der Kriech is´ Schuld, daß sie aufg´wachsen im Frankenland,
des is´ ja schließli´ a ka Schand.
Des Schicksal nahm so seinen Lauf,
die Ella lernt den Schuhverkauf.
Die Zeit wor reif, sie wor ka Dumma,
drum hot´s als Mo , den Werner g´numma.
Sie ham sich g´mecht, des wor ganz klor,
drum wor dann bald die Erika do.
Und weil die Lieb am Anfang is´ am größten,
drum wollt´s des glei´ numol test´n.
Ihr derft´s scho´ glam, des is´ scho wohr,
af a mol wor die Birgit do.
Do sogt die Ella zu ihr´n Mo,
etz brauch mer Platz, etz bau mer o´.
Des wor net einfach und net billich,
doch ihri Helfer - die wor´n willich.
Ruck-zuck, viel Händ und viel Fleiß
und ganz sche´ g´flossen is´ der Schweiß.
Die Zeit vergeht, die Kinder wern groß,
wir wern älter, des is´ halt unser Los.


Mit -50- is´ mer ober noni alt,
do hot mer scho nu a bisserl Zeit.
Die Ella is´ nu ganz sche fit,
ihr Werner macht natürli mit,
wenn si gibt , die Gelegenheit-
zum Verreisen - jederzeit.
Viel Ärbert hot´s des ganza Johr,
do schaut ner mol ihr´n Gart´n o.
Mit Recht is´ sie dorauf recht stolz,
im Haus is´ a alles tip-top, wos soll´s.
Im Frauenkreis sieht mer sie recht gern,
aktiv is´ sie a für die Ker´gn. (Kirche)
Sie braucht halt immer wos zu tu´,
doch in der Sauna, do kummt´s zur Ruh.
Und wenn der Dokter sacht zu ihr,
etz geh´ns zu Kur - ich bin dafür,
do red´ die Ella net dageng,
der Werner sacht bloß - meinetweng.-
Es schien net immer die Sunna in ihr´n Lem,
freilich hot´s a mol Sorg´n gem.
Leid is´ wie der Reng, und der vergeht,
Schmerz is´ wie der Sturm, wenn sich der
Wind dann legt.
Drum wünsch ich der Ella viel G´sundheit
und Glück,
und schau bloß auf´s Gute im Lem zurück.
Do fällt mer grod des Sprichwort ei,
des paßt so sche nu do zu rei.
Mach es wie die Sonnenuhr,
die zählt die heit´ren Stunden nur.